Sparkurs – eine Chance für die Jugend?

Der Sparkurs bietet Talenten eine Chance durchzustarten

Seit dem Doppelabstieg 2017 haben die Löwen einen kräftigen Ausverkauf an Spielern erfahren. Es blieben einige treue Seelen: Nico Karger, Felix Weber, Sascha Mölders oder Jan Mauersberger. Der Rest des Teams verließ die Löwen, darunter auch zahlreiche hoffnungsvolle Talente: Florian Neuhaus (damals 19, ablösefrei Gladbach), Felix Uduokhai (19, für 1 Mio. nach Wolfsburg), Marin Pongracic (19, für 1 Mio. nach Salzburg), Christoph Daferner (18, ablösefrei Freiburg), Maxi Engl (19, Ablösefrei Erfurt).

Ausverkauf der Talente

Während der Transferperiode im Sommer veräußerten die Löwen weiteres Tafelsilber: Kilian Jakob (19, für 300.000 € nach Augsburg) und Lino Tempelmann (18, noch U19 spielberechtigt, für 200.000 nach Freiburg) wechselten in die Bundesliga. Diesen Aderlass an Nachwuchsspielern konnten die Giesinger nicht so ohne weiteres kompensieren. Zwar verpflichtete der TSV 1860 München mit Sebastian Koch (20, Rechtsverteidiger aus Unterhaching), Johann Hipper (18, Torwart aus Ismaning), Tobias Steer (19, Linksaußen Landshut), sowie Dennis Dressel und Martin Gambos (beide 18, eigene Jugend) einige Talente.

Jedoch konnte sich keiner dieser Spieler in der Regionalliga-Mannschaft fest spielen. Einzig Eric Weeger (20) und Marco Hiller (20) (beide kamen aus der eigenen U21), waren wichtige Säulen im Kampf um den Aufstieg. Im Verlauf der Saison konnten sich zwei weitere talentierte Spieler: Leon Klassen (17, kam 2017 aus Köln) und Noel Niemann (18, kam 2017 aus Memmingen) für höhere Aufgaben empfehlen. Beide waren in der U19 absolute Leistungsträger in der Bayernliga Süd erkämpften sich beide Spieler einen Stammplatz.

Niemann mit Kreuzbandriss / Klaasen im Formtief

Noel Niemann war seit der Rückrunde 2018 oft im Kader von Trainer Daniel Bierofka. Allerdings zog er sich im April 2018 einen Kreuzbandriss zu, weshalb er bis jetzt den Sechzigern fehlt. Leon Klassen feierte am 12. Mai sein Debüt gegen die Spielvereinigung Bayreuth in der Regionalliga Bayern. In dieser Saison sollte der Linksverteidiger die U19 beim Aufstieg in die Bundesliga unterstützen.

Für die U19 sah es anfänglich gut aus. Die ersten Spiele konnten gewonnen werden und die Mannschaft punktete konstant. Dann brach die Mannschaft auf einmal ein. Es folgten mehrere Unentschieden gegen Provinzklubs, wodurch die Abstände auf den ersten Platz (direkter Aufstiegsplatz in die Bundesliga) in weite Ferne rückte. U19-Trainer Helmut Lucksch warf das Handtuch.Interimscoach Schittenhelm konnte das Ruder nicht mehr rumreißen. Die Löwen gingen als Tabellenfünfter in die Winterpause. Mit zwölf Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz.

Die Gründe für den Abwärtstrend sind vielschichtig. Zum einen verletzte sich in der Hinrunde einer der Leistungsträger: Benedikt Auburger, in der U17 kam er in 20 Einsätzen auf 12 Tore. In der U-19 machte er verletzungsbedingt lediglich ein Spiel. Darüber hinaus verfügt die U19, über einen viel zu großen Kader, weswegen die Spieler zu unregelmäßigen Einsätzen kommen. Auf diese Weise konnte sich kein Spielfluss entwickeln. Diesen braucht die Mannschaft jedoch um gegen tief gestaffelte Gegner ein Tor zu erzielen. Die Talente stagnierten zum Teil in ihrer Entwicklung und grade im zentralen Mittelfeld hat die U19 ein Überangebot an Spielern. Das dies früher oder später zur Unzufriedenheit führt ist nur eine logische Konsequenz.

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