Nach Bremen-Urteil – Polizei will 50 Mio von der DFL

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Heidelberg/München – Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert nach dem Bremen-Urteil 50 Millionen Euro pro Saison vom Profifußball / DFL . Das sagte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt der Rhein-Neckar-Zeitung.

Polizeigewerkschaft will 50 Mio von der DFL

„Es muss jetzt nicht für jedes Fußballspiel einen Gebührenbescheid geben. Das wäre ein immenser Verwaltungsaufwand. Die Länder und der Bund müssten sich zusammensetzen und mit der DFL über eine pauschale Gebühr für die Polizeieinsätze verhandeln“, sagte Wendt gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung: „50 Millionen Euro pro Saison wären angemessen. Und das Geld sollte an die Einsatzkräfte gehen. Die tatsächlichen Kosten liegen weit über hundert Millionen Euro.“

Der Richterspruch vom Mittwoch findet Wendt fair. Aus dem Urteil ging hervor, dass die DFL sich an den Kosten zu beteiligen hat (wir berichteten gestern). Endgültig ist das Urteil jedoch nicht, da die DFL vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in Revision gehen wird. „Dort, wo Milliarden Euro umgesetzt und verdient werden, muss auch ein Beitrag für die Kosten der Polizeieinsätze geleistet werden“, sagte Wendt: „Das gilt ebenso für andere Großveranstaltungen wie Rockkonzerte und Festivals. Es gilt aber nicht für Demonstrationen oder Kirchenumzüge. Die sind vom Grundgesetz geschützt. Es gibt aber bei uns kein Grundrecht auf Fußball.“

 

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