Michael Scharold: “1860 ist der Klub der Stadt”

Günther Gorenzel Michael Scharold

TSV 1860 Geschäftsführer Michael Scharold gab ein längeres Interview in der Süddeutschen Zeitung (heutige Printausgabe). In diesem spricht der Geschäftsführer über einen möglichen Sparkurs, das Grünwalder Stadion sowie andere Themen.

Der Geschäftsführer verschickte im Dezember vier verschiedene Modelle an beide Gesellschafter. Dort wurden mögliche Wege aufgezeigt, die über kurz oder lang einen ausgeglichenen Haushalt schaffen. Auf eine Antwort wartet Scharold bis heute. Allerdings lagen auch die Feiertage dazwischen, des Weiteren müssen die Vorschläge auch erst einmal intern besprochen werden.

Die SZ wollte wissen, was die Modelle beinhalten. Der Geschäftsführer Scharold sagte dazu: “Prinzipiell ist es immer das Ziel, die Erlöse zu steigern. Möglich ist es auch, die Kosten zu senken. Das ist eine Frage des Zeitrahmens. Kosten senken tut weh, geht aber dafür oft schnell. Die Erlöse zu steigern, dauert natürlich länger, weil ich erst mal Vertrauen aufbauen muss, indem ich Verlässlichkeit als Vertragspartner demonstriere. Da ist die Frage, ob eine Zwischenfinanzierung aus Gesellschaftsmitteln möglich und gewünscht ist. Die vier Modelle sehen unterschiedliche Möglichkeiten vor, abgestuft, von sehr beträchtlicher Zwischenfinanzierung bis hin zu Null.”

Sollte das letzte Modell eintreten, dann wäre der Verein gezwungen  “viel Liebgewonnenes aufzugeben”, beispielsweise der Nachwuchsbereich. Dieser befindet sich laut Scharold von den Kosten her auf Zweitliganiveau. Auch die Kaderkosten wären von dem Sparplan betroffen.

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Dennoch gab sich der Geschäftsführer der Löwen optimistisch: “Ich bin überzeugt, dass wir auch im Falle eines Konsolidierungskurses eine solide Basis bereiten können, um in einem überschaubaren Zeitraum zum jetzigen Budget zurückkehren können. Vielleicht nicht in einem Jahr, vielleicht nicht in zwei Jahren. Es ist ein gangbarer Weg, da braucht man aber auch ein bisschen Geduld.”

Nach dem Doppelabstieg im Sommer 2017, hat der Verein in der Regionalliga gespielt. Die Löwen kehrten in das Grünwalder Stadion zurück und sammelten deutschlandweit zahlreiche Sympathien. Die These der TSV 1860 München sei ein Stadtteilverein wies der 38-Jährige entschieden zurück: “1860 ist der Klub der Stadt”.

Weiter sagte der Geschäftsführer Michael Scharold: “1860 ist ein Verein im Herzen von München. Mit einem Stadion mitten in der Stadt, das tut uns auch gut, zumindest kurzfristig. Sechzig hat gezeigt, dass Leute zusammenhalten. Dass es feiern kann. Dass es sich freuen kann über den Aufstieg aus der vierten in die dritte Liga. Und zwar so sehr, wie sich ein anderer Klub aus der Stadt nicht einmal über die deutsche Meisterschaft freuen kann.”

Das komplette Interview könnt ihr in der heutigen Printausgabe (12. Januar, 2019) der Süddeutschen Zeitung entnehmen. Oder im bezahlten Onlinebereich der SZ.

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