Medien dichten Verein erneut eine Krise an – Kaderanalyse Teil 1

Medien dichten Löwen Krise an

Medien dichten dem Verein mal wieder eine Krise an. Früher entstand aus drei Niederlagen aus fünf Spielen eine Trainerdiskussion. Der aktuelle Trainer heißt Daniel Bierofka, ihn anzuzählen wäre glatter politischer Selbstmord. Daher werden nun neue Spieler gefordert. Wir von 1860 News fragen uns dagegen ist das wirklich notwendig?

Haben die Medien recht? Hier gehts zur Kaderanalyse Teil 1

Es ist ein gängiger Trend. Wenn es nicht läuft, so wird gleich alles und jeder in Frage gestellt. Was früher bei 1860 München der Trainer, Spordirektor oder Präsident war. Ist heuer die Mannschaft. Wir haben uns die Zeit genommen eine kurze Kaderanalyse zu machen. Um festzustellen, ob der TSV 1860 München wirklich in der Winterpause bereits reagieren müsste. Anlässlich des Umfangs kommt heute zuerst Teil 1 der Kaderanalyse raus.

Torwart

Hendrik Bonmann: Kam als Neuzugang aus Dortmund, 1860 München verpflichtete ihn als er noch nicht zu 100 % fit war. Mittlerweile ist Bonmann im Mannschaftstraining und sammelt zur Zeit in der U-21 Wettkampfpraxis. Seine Sache macht er dort bislang sehr gut. Im Jahr 2018 möchte er wieder voll angreifen. Es könnte ein extrem spannender Kampf um das Löwen-Tor werden.

 

Alexander Strobl: Kam aus Buchbach, er duellierte sich mit Marko Hiller um den Stammplatz zu Saisonbeginn. Er verlor den Wettkampf – ist jedoch Pokaltorwart (4 Einsätze – 1 x DFB Pokal, 3 x Toto-Pokal). Seine Sache im Pokal machte er, bis auf die Patzer gegen Ingolstadt gut. Diese kursierten lange in den Medien, in diesem Jahr wird er noch einen Einsatz im Tor bekommen (Viertelfinale des Toto-Pokals). Besonderheit bei Strobl er hat auch Torjäger-Qualitäten.

 

Marco Hiller: Setzte sich gegen Strobl im Tor durch. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, wurde er mit jedem weiterem Spiel besser. Auch gegen Burghausen überzeugte Hiller mit 2-3 glänzenden Paraden. Auf der Linie ist Hiller sehr stark. Im 1:1 auch, einzigen Verbesserungsbedarf hat er bei Torschüssen aus der zweiten Reihe. Hier wirkt er oft überrascht und kann die Bälle erst beim zweiten nachfassen sicher halten. Sein Vertrag verlängerte sich vor kurzem automatisch um ein weiteres Jahr. Im Winter will der Verein die Gespräche mit seinem Berater aufnehmen.

 

1860 News meint:

Im Tor hat 1860 München ein absolutes Luxusproblem. Drei Torhüter alle auf einem ähnlichem Level. Wobei Marco Hiller hier den größten Sprung nach vorne gemacht hat. Hendrik Bonmann hat dagegen bereits in der 3. Liga für Borussia Dortmund II gehalten. Nicht ganz auf der Pole-Position steht Alexander Strobl, trotzdem hat auch er seine Stärken. Fernschüsse pariert er z.B. wesentlich besser als Marco Hiller. Wir von 1860 News meinen der Dreikampf könnte eine ganz spannende Geschichte werden.

 

Abwehr

Die Löwenabwehr als Festung. Lange Zeit war die Verteidigung bei 1860 München ein Vorzeige-Objekt. 6 Spiele in der Liga und 2 im Toto-Pokal hat die Mannschaft in Serie zu Null gespielt. Großen Anteil daran hatte die gute Abwehrarbeit, sowie auch Marko Hiller. Das erste Gegentor fingen sich die Löwen gegen Schweinfurt (Endstand 3:1 für 1860 München).

1860 München ohne Gegentor
1860 München ohne Gegentor: Quelle: Transfermarkt.de

Linksverteidiger

Christian Köppel: Der Löwen-Verteidiger ist in der vierten Liga ein Routinier (99 Einsätze). Er schoss das erste Tor des TSV 1860 München in der Regionalliga Bayern gegen Memmingen (es wurde der Bayern-Treffer des Monats). In der Offensive konnte er durchaus Akzente setzen. In der Defensive hat er noch Steigerungspotenzial. Seinen anfänglichen Stammplatz verlor er an den erfahrenen Steinhart. Trotzdem sollte man “Köppi” nicht abschreiben. Er ist heiß und bereit sich wieder in die Mannschaft zu kämpfen. Gegen Burghausen konnte er dem Spiel, neue Impulse mitgeben. Grundsätzlich ist Christian Köppel auch in der Offensive einsetzbar. Dort kommt er allerdings nicht an Nico Karger vorbei.

 

Phillip Steinhart: Der Sommerneuzugang hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder in die Mannschaft gespielt. Daniel Bierofka schätzt seine Vielseitigkeit. In der Defensive kann Steinhart nahezu jede Position bespielen. Gegen Burghausen, war er nach der Auswechslung von Karger seinen Part 1:1 übernommen. Im Spiel übernimmt Steinhart, seit der Gebhart-Verletzung, die Standart-Situationen. In 14. Spielen gelangen ihm bereits 4 Assists. Aktuell hat er auf der linken Abwehrseite einen Stammplatz. Das besondere an Steinhart ist: Er ist ein absoluter Defensiv-Allrounder und könnte auch in einer Dreier-Abwehr kicken.

 

Rechtsverteidiger

Eric Weeger: Zu Beginn der Saison hatte Weeger einen sicheren Stammplatz. Seit der Rückkehr von Nono Koussou, teilt er sich den Platz als Rechtsverteidiger. In den letzten drei Spielen bekam Koussou den Vorzug. Weeger spielt seine zweite Saison im Herrenbereich und wirkt bei manchen Aktionen noch unerfahren. Trotzdem hat er sich in der Saison verbessert. Nach vorne setzt er noch zu wenige Akzente. In 17 Spielen gelang ihm ein Tor (sehenswerter Treffer zum 1:0 gegen Unterföhring). Sein großer Vorteil ist: Mit 20 Jahren, kann er sich noch deutlich in der Entwicklung steigern. Mit Daniel Bierofka, der ihn aus der letzten Saison bestens kennt hat er einen guten Mentor und Förderer.

 

Nono Koussou: Kam im Sommer zu 1860 München zurück. Mit seinen 25 Jahren zählt er zu den erfahrenen Spielern. Verletzte sich unglücklicherweise während der Saisonvorbereitung und stieß in den letzten Wochen wieder ins Mannschaftstraining. Die fehlende Spielpraxis ist ihm aktuell anzumerken. Trotzdem ist Koussou ein erfahrener Spieler und ruft hoffentlich auch bald das Potenzial ab, wofür er eigentlich geholt worden ist. Koussou ist beidfüssig und kann sowohl offensiv, als auch defensiv auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden. Sein größtes Manko ist seine Torungefährlichkeit. In 157 Pflichtspielen gelangen ihm lediglich 5 Tore und 3 Assists. Seine Vielseitigkeit macht ihn dagegen für das Team sehr wertvoll. Auch menschlich ist Koussou für die Mannschaft sehr wichtig.

 

Innenverteidiger

Jan Mauersberger: Ganz klar der Routinier ist gesetzt. Absolvierte 17 Spiele, schoss dabei zwei Tore. Seine Routine hinten tut den jungen Leuten wie Weeger, Köppel oder aber auch Torwart Hiller gut. Trotzdem hat er hin und wieder einige Aussetzer. Auf der anderen Seite ist auch niemand perfekt. Mauersberger ist aus der Löwenabwehr nicht wegzudenken. Zusammen mit Weber stellen wir das stärkste Innenverteidiger-Paar der vierten Liga. Er unterschrieb bei 1860 München einen zwei Jahresvertrag und wird uns noch über die Saison hinaus erhalten bleiben.

 

Felix Weber: Trotz Angebote aus der zweiten und dritten Bundesliga, blieb er bei den Löwen. Es war vermutlich – eine der wenigen richtigen Entscheidungen unter Vitor Pereira gewesen – Weber in den Relegations-Spielen zu bringen. Auf diese Weise sammelte das Abwehrtalent unschätzbare Erfahrung. Felix Weber zählt bei 1860 München, trotz seines jungen Alters (22 Jahre) zu den Routiniers (über 100 Viertliga-Einsätze). Seine damalige Vertragsverlängerung kommentierte Weber mit den Worten: “Seit der E-Jugend bin ich Teil des TSV 1860 München – das hat Spuren hinterlassen… Es ist mir daher eine große Freude verkünden zu dürfen, dass ich soeben meinen Vertrag um 3 Jahre verlängert habe!” (siehe Facebook-Beitrag weiter unten). Das nennen wir Treue!

 

Aaron Berzel: Kaum eine Woche da, schon hatte er einen neuen Spitznamen (Trikot Fauxpas bei den Löwen – anstatt Berzel stand auf dem Flock Brezel). Aaron nahm es mit Humor und versteigerte das Trikot für einen guten Zweck. Eine Verletzung sorgte u.a. dafür dass er erst später bei 1860 München Fuß fassen konnte. Er kann sowohl im defensiven Mittelfeld, als auch in der Innenverteidigung spielen. Berzel ist ein harter Knochen, sammelte bereit 8 gelbe Karten in 14 Einsätzen. Solch Spieler brauchst auch in der vierten Liga. 1860 München ist in der Regel nur durch Fouls zu stoppen, daher ist es auch gut hier einen härteren Spieler auf dem Feld zu haben. Zur Zeit spielt er im Defensiven Mittelfeld zusammen mit Wein. Es ist etwas ungeschickt, da beide vom Spielertyp her eher “6-er” (defensivere Ausrichtung), als “8-er” (offensivere Ausrichtung) sind. Daher tun wir uns aktuell ein wenig schwer im Spielaufbau (Details folgen im Teil 2. unserer Analyse!)

 

Lukas Aigner: Kam bislang nur im Toto-Pokal zum Einsatz. Ist Innenverteidiger Nummer 4. Aigner sammelt aktuell Spielpraxis bei den Amateuren in der Bayernliga Süd (bisher 13. Einsätze). Im Training bietet er sich immer wieder an und steigert somit die Qualität im Training. Daniel Bierofka fand neulich lobende Worte für die sogenannte “zweite Garde”. Als Jugendspieler sammelten Aigner und Fuchs (jetzt Nürnberg II) auf Eigeninitiative spenden für die Verbesserung der Trainingseinrichtungen.

 

1860 News meint:

Auch in der Verteidigung sind wir ganz gut aufgestellt. Einen neuen Innenverteidiger zu verpflichten, bei Mauersberger, Weber, Berzel, Aigner, Steinhart und Wein halten wir für sehr weit hergeholt. Auf den Außenbahnen sind wir nominell gesehen ganz gut bestückt. Einzig auf der RV-Position ließe sich etwas machen. Sollte Koussou nicht wieder in Form kommen und Weeger in seiner Entwicklung stagnieren. Für die vierte Liga reicht es dagegen dicke. Des Weiteren stellt der TSV 1860 München mit nur 15 Gegentoren aus 20 Spielen die beste Defensive der Liga. Menschlich passen die Spieler auf jeden Fall zu unserem Verein und sollten daher nicht gleich nach 3 Niederlagen in Frage gestellt werden. Wie es aktuell wieder in den Medien geschieht.

 

Ihr wollt wissen wie es weiter geht? Teil 2. Der Analyse folgt morgen! Danke für Eure Aufmerksamkeit. Bei Interesse könnt ihr uns gerne auch schreiben, wie ihr die Sache seht!

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