Interview mit VR-Kandidat Thomas Schadl

Interview mit VR-Kandidat Thomas Schadl

Interview mit VR-Kandidat Thomas Schadl

Unser nächster Interviewpartner ist Thomas Schadl. Er ist seit 2017 Löwenmitglied. Nähere Details findet ihr unter seinem Steckbrief, auf der Seite des tsv1860.org.

Servus, wir begrüßen Sie recht herzlich zur unseren kurzen Fragerunde vor der Mitgliederversammlung. Sie bewerben sich als Verwaltungsrat. Um dem Leser einen genaueren Einblick in Ihre Person zu geben würden wir Sie bitten sich in ein paar Sätzen vorzustellen.

Mein Name ist Thomas Schadl, 42 Jahre alt, verheiratet und glücklicher Vater von zwei Töchtern. Ich bin Gründer und Geschäftsführer der Elektro Schadl GmbH in Lauingen a. d. Donau. So lange ich denken kann bin ich Löwe durch und durch. Die Mitgliedschaft im Fanclub der Blindheimer Löwen, lies da nicht lange auf sich warten wo ich seit mehr als 20 Jahren Mitglied bin. Ich kann mich an sogar an die Bayernliga erinnern. Leider auch den Abstieg in die Regionalliga Bayern letztes Jahr. Ich kann nicht immer nur negativ Sprechen, deshalb habe ich mich nach dem Abstieg entschieden Lebensmitglied zu werden und zu versuchen meine Personal- und Lebenserfahrungen in den Verein einzubringen, deshalb trete ich zur Verwaltungsratswahl an.

Aus welchem Grund möchten Sie Verwaltungsratmitglied werden?

Weil ich für den Verein mich einbringen möchte. Mein Ziel ist es alle wieder an einen Tisch zu bekommen und zu vereinen, mich regt auf, dass sogar bei den Fans eine Spaltung vorhanden ist. Der Gesellschafter wie auch der Verein wie auch Ihr Fans müssen zusammenfinden und darum bitte ich Euch um Eure Stimme. Es geht nur miteinander und nur so geht es aufwärts.

Warum sollten die Fans Ihnen Ihre Stimme geben?

Die großartige Mannschaft unter der Führung von Daniel Bierofka, alle die wo für den Verein tätig sind geben mehr als was normal ist, diesen müssen wir auch mal Danke sagen. Es muss wie schon beschrieben der Weg des Miteinanders gefunden werden, dafür stehe ich. Wir müssen den Fußball auf eine solide Grundbasis stellen das auch neue Geldquellen erschlossen werden können, so dass die Zukunft nicht erst mitten in der Sommerpause gesichert ist, wir müssen am Transfermarkt rechtzeitig die gewünschten Spieler für uns gewinnen. Gleichzeitig müssen wir unsere Schulden abbauen. Darum bitte ich um die Stimme.

Das Verhältnis zwischen den Gesellschaftern ist derzeit angespannt. Wie wollen Sie dem als möglicher Verwaltungsratkandidat entgegenwirken?

Es muss klärende Gespräche mit den Gesellschaftern geben. Ich bin für Gespräche und das zeitnah und langfristig müssen diese stattfinden. Wir müssen im ständigen Kontakt bleiben, nur so führt man eine solide langfristige Beziehung.

Hasan Ismaik ist seit 2011 Investor beim TSV 1860 München. Aus seinen ambitionierten Zielen (Aufstieg in die Bundesliga) ist nichts geworden. Immerhin klappte der direkte Wiederaufstieg in den Profifußball. Anhand der letzten Jahre, welches Zwischenzeugnis würden dem 1860-Investor ausstellen?

Ich denke Herr Ismaik wird selbst nicht glücklich über diese Lage sein. Alle Leute machen Fehler und auch Herr Ismaik hat sicherlich auch Fehler gemacht, dies sollte auch nicht beschönigt werden. Aber eins muss man auch Ihm zu Gute halten, ohne das Geld, würde es den Verein so nicht mehr geben. Gerade jetzt sollten wir auch Ihm wieder danken das er zwei Millionen Euros für den Spielbetrieb zur Verfügung gestellt hat. Ich rate Ihm das er seine Berater besser aussucht, diese waren nicht immer die besten, worauf er sich leider zu oft verlassen hat. Nochmals wir müssen ein einvernehmliches miteinander schaffen. Ich würde ihm deshalb eine gute 2 geben.

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Kommen wir nun zur e.V.-Seite. Nach dem Abstieg blieben beide Vizepräsidenten Hans Sitzberger und Heinz Schmidt. Neuer Präsident wurde Robert Reisinger der seit einem Jahr im Amt ist. Wie beurteilen Sie die Arbeit des Trios?

Die Vereinsführung hat sicherlich bei 1860 keinen leichten Job in dem letzten Jahr, aber trotzdem kann ich nicht Verstehen warum das Präsidium eine solche Ablehnung hat, mit dem Gesellschafter zu sprechen. Ich würde mir als Verwaltungsrat dafür einsetzten das die Gespräche mit dem Präsidium wieder in die Gänge kommen. Aber auch diesen Herren ein Dankeschön für die nicht immer leichte Aufgabe.

Die Stadionproblematik bleibt den Löwen seit dem Arena-Auszug treu. Das Grünwalder Stadion ist derzeit lediglich für 15.000 Zuschauer zugelassen. Der Verein hat alleine über 20.000 Vereinsmitglieder. Viele Fans werden weiterhin nicht in den Genuss kommen, sich die Löwenspiele live anzusehen. Wie ließe sich das Problem in den nächsten Jahren beheben. Welche Möglichkeiten sehen Sie für die Zukunft?

Auch in dieser Frage bin ich mir sicher das die 15000 Zuschauer für den TSV nicht das Ziel sein kann, da auch laut aktuellen Meldungen eine Zulassung von der DFL für die Zweite Liga in diesem Station nicht zubekommen ist. Wir müssen schnellst möglich mit der Stadt in Gespräche treten um evtl. Sanierungspläne des Stadions zu erstellen. Sollte dies nicht möglich sein muss die Stadt auch den TSV ein Grundstück zu erträglichen Konditionen anbieten, das mit Investoren der Bau eines eigenen Stadions möglich ist.

Dem TSV 1860 fehlt es leider immer wieder an Geld, gerade dann, wenn man im Profifußball Fuß fassen möchte. Nichtsdestotrotz gibt es Mannschaften, wie Aue, Sandhausen, Heidenheim, Kiel, Regensburg, die ohne großen Investor oder Fanaufkommen in der zweiten Liga spielen. Was machen diese Vereine im Vergleich zu den Löwen richtig?

Ich kenne Heidenheim sehr gut dies liegt nur 30 km von Lauingen entfernt. Da habe ich noch nie große Schlagzeilen gelesen wo sich die Vereinsführung nicht einig ist, diese Sprechen miteinander und so lange gesprochen wird gibt es immer Lösungen und Kompromisse und dies fehlt beim TSV 1860 München. Auch solche Vereine schaffen ein Stadion zu betreiben und wirtschaftliche sowie sportliche Erfolge einzufahren.

Aktuell haben die Löwen ein großes Problem Spieler unter Vertrag zu nehmen. Die Spielvereinigung Unterhaching, lässt beispielsweise Spieler die Stephan Hain über einen externen Sponsor finanzieren. Wäre das nicht ein Gedanke für die Zukunft?

Das kann ich mir nicht Vorstellen wo Sponsoren dabei sind, möchten diese auch mitreden und dies kann ich mir nicht vorstellen. Sollte doch einen Vertrag ausgearbeitet werden können, ohne dass diese Sponsoren mitsprechen dürfen kann man sicherlich sachlich dies Betrachten und wenn möglich mal versuchen. Aber es muss eine klare rechtliche Sicherheit geben.

Die zweite Mannschaft dürfte bei der Mitgliederversammlung auch ein ganz wichtiges Thema sein. Welche Optionen sehen Sie, U-21 ja oder nein?

In dieser Frage gibt es keine Option es darf nur ein JA geben, die U21 ist die Lebensversicherung des Vereins. Wie soll man einem Jugendlichen erklären, das er zum TSV kommen soll, wenn er weiß es gibt keine zweite Mannschaft wo er sich für die erste Mannschaft anbieten kann. Gleichzeitig muss man auch die erste Mannschaft sehen wie viele super Fußballer haben den Sprung in die erste Mannschaft geschafft, weil er gute Leistungen am Platz abgeliefert hat. Ich stehe klar zu der U21 und zur Jugendarbeit!!!!!

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für den Wahlkampf!

Du bist Verwaltungsrat-Kandidat und willst auch ein Interview?

Dann schreib uns eine Mail an: Roman@1860-news.de
Weitere Informationen über den Ablauf findest du in diesem Beitrag.

 

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