Interview mit VR-Kandidat Sebastian Seeböck

Interview mit VR-Kandidat Sebastian Seeböck
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Interview mit VR-Kandidat Sebastian Seeböck

Unser nächster Interviewpartner ist Sebastian Seeböck. Er ist seit 2008 Löwenmitglied, wurde von Armin Christofori und Christian Poschet vorgeschlagen. Nähere Details findet ihr unter seinem Steckbrief auf der Seite des tsv1860.org.

Servus, wir begrüßen Sie recht herzlich zu unserer kurzen Fragerunde vor der Mitgliederversammlung. Sie bewerben sich als Verwaltungsrat. Um dem Leser einen genaueren Einblick in Ihre Person zu geben, würden wir Sie bitten sich in ein paar Sätzen vorzustellen.

Ich bin 35 Jahre, geborener Münchner und wohne seit einigen Jahren mit meiner Frau und unserem gemeinsamen Sohn in Vaterstetten. Beruflich leite ich als Teil der Inhaberfamilie seit über zehn Jahren den Innendienst und den Kundendienst in unserem Unternehmen. Wir sind Dienstleister für professionelle Kaffeesysteme. Seit vergangenem Sommer bin ich Mitglied im Verwaltungsrat bei Sechzig. Als Gründungsmitglied des „Unternehmer für Sechzig e.V.“ engagiere ich mich schon längere Zeit im Verein – bis zu meiner letztjährigen Wahl in den Verwaltungsrat des TSV sogar als Vorstandsmitglied.

Aus welchem Grund möchten Sie Verwaltungsratsmitglied bleiben? Warum sollten die Fans Ihnen erneut Ihre Stimme geben?

Schon bei den Vorstellungsrunden zur Nachwahl im letzten Jahr habe ich gesagt, dass meine Kandidatur kein Intermezzo für nur ein Jahr sein soll. Mein Ziel war und ist es, in unserem Verein wirklich etwas zu bewegen.

Viele meiner Schwerpunkte in der Gremienarbeit sind mittel-, wenn nicht sogar längerfristige Themen. Hierzu zählen beispielsweise das angestrebte einheitliche Förder- und Partnerschaftskonzept für den e.V., oder die Realisierung einer angemessenen Governance-Struktur im Verein. Solche Projekte brauchen viel Input von unterschiedlichen Seiten und gemeinsame Kraftanstrengungen, aber vor allem auch Zeit.
Zudem habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, die Tätigkeit im Verwaltungsrat lebendiger zu interpretieren. Ich hatte beispielsweise nach meiner Wahl im letzten Sommer das Ziel alle Abteilungen mindestens einmal zu besuchen und/oder ein Gespräch mit der Abteilungsleitung zu führen. Nicht, um den Verantwortlichen zu erklären, wie sie ihren Job machen sollten, sondern um den Alltag dort noch besser zu verstehen und Unterstützung sowie Kontakte anzubieten. Ebenso ist es meiner Meinung nach wichtig zu zeigen: „Hey, hier sind Leute, die interessiert sind und als Ansprechpartner bereit stehen, wenn es notwendig ist und gewünscht wird.“

Bei vielen Abteilungen war ich mehrfach vor Ort, eine Abteilung fehlt mir am heutigen Tage leider noch. Aber bis zur Versammlung wird das hoffentlich noch geschehen.

Das Verhältnis zwischen den Gesellschaftern ist derzeit angespannt. Wie wollen Sie dem als möglicher Verwaltungsratskandidat entgegenwirken?

Hierzu möchte ich gerne einen Punkt klarstellen: Nach meiner Ansicht sind die Vereinsvertreter gut beraten, wenn sie bei allen Angelegenheiten die uns qua Satzung gegebenen Zuständigkeiten respektieren und leben. Der Verein hat schon jetzt klare Strukturen für sein Wirken in Richtung der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA. Hier sind demnach die vom Verein entsandten Mitglieder des Aufsichtsrates und des Beirates, sowie das Präsidium des e.V. in seiner Stellung als Gesellschafter der Geschäftsführungs-GmbH und als Kommanditaktionär in den Hauptversammlungen der KGaA die richtigen Ansprechpartner. Der Verwaltungsrat steht auf Wunsch beratend zur Seite und nimmt natürlich seine Aufsichtspflichten und Kontrollrechte gegenüber dem Präsidium wahr.

Hasan Ismaik ist seit 2011 Investor beim TSV 1860 München. Aus seinen ambitionierten Zielen (Aufstieg in die Bundesliga) ist nichts geworden. Immerhin klappte der direkte Wiederaufstieg in den Profifußball. Anhand der letzten Jahre, welches Zwischenzeugnis würden Sie dem 1860-Investor ausstellen?

Ich glaube nicht, dass es mir zusteht, hier ein Zeugnis zu verfassen. Natürlich habe auch ich – als Fan unserer Profi-Mannschaft – in den vergangenen Jahren oft gelitten und wiederholt am damals beschrittenen Weg gezweifelt. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass ich mich als amtierender Vereinsvertreter darüber hinaus nicht weiter hierzu äußern will. Die unbestreitbar nachvollziehbare Emotion des Fandaseins hat bei verantwortungsvollen Entscheidungen in den Vereinsgremien keinen Platz. Hier gilt es, das Beste für den TSV herauszuholen, denn dafür wählen uns die Mitglieder in die Verantwortung.

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