Interview mit Robert Hettich


1860 München ist am Samstag zu Gast beim SV Wacker Burghausen. Zu diesem Anlass haben wir Herrn Robert Hettich um ein Interview gebeten. Robert Hettich war zehn lange Jahre als Mitarbeiter bei 1860 München tätig. Unter anderem war er Pressesprecher und Teammanager. Im Zuge des Sparkurses 2011, als der TSV 1860 München die Arena nicht mehr bezahlen konnte, wurde ihm gekündigt. Nun ist er bei Wacker Burghausen tätigt. Wir stellten ihm vor dem Spiel einige Fragen, klickt euch rein!

Interview mit Robert Hettich

Am Samstag geht es gegen den TSV 1860 München. Für Sie ein besonderes Duell, schließlich waren Sie ein Urgestein bei 1860 München. Danach waren sie bei Liga Total und bei Sport 1. Im Sommer 2016 wechselten Sie im Anschluss nach Wacker Burghausen. Wie kam es zu diesem dem Schritt?

Robert Hettich: Nach meiner Zeit bei LIGA total! und Sport1 habe ich mich selbständig gemacht, arbeite u.a. auch für Sky. Wacker Burghausen hatte im Sommer 2016 eine Stelle ausgeschrieben, weil der Klub nochmal einen Angriff auf die Rückkehr in den Profifußball nehmen wollte. Nach einem halben Jahr intensivster Sponsorenakquise mussten wir feststellen, dass die finanziellen Rahmenbedingungen aktuell nicht mehr wie Regionalliga-Fußball zulassen. Daher hat mich der Verein im Winter gebeten, das Konzept mit semiprofessionellem Fußball zu begleiten und umzusetzen. Es macht sehr viel Spaß. Ich berate den SV Wacker in den Bereichen Kaderplanung, Scouting, Spielanalysen, Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring.

Was gefällt Ihnen bei Wacker Burghausen besonders?

Robert Hettich: Das familiäre Umfeld, das sehr gute Arbeitsklima innerhalb der Mannschaft und die vielen netten Kollegen in der Geschäftsstelle und im Verein.

Robert Hettich mit Trainer Patrick Moelzl
Robert Hettich mit Trainer Patrick Moelzl

Bei 1860 München herrschte ein regelrechtes Kommen und Gehen. Aus der aktuellen Belegschaft sollten Sie auf jeden Fall noch Daniel Bierofka kennen – was können Sie über ihn sagen?

Robert Hettich: Daniel ist für den Verein Gold wert, er identifiziert sich wie kaum ein anderen mit dem Verein; und ich drücke ihm und dem Klub alle Daumen, dass sie am Saisonende den Aufstieg in die 3. Liga schaffen. Und dass 1860 vor allem finanziell stabil wird! Mein erstes Spiel bei Sechzig, damals im Sommer 2000, war übrigens auch das erste Spiel von Biero für die Löwen: das Hinspiel in der Champions-League-Quali bei Leeds United. Plötzlich stand da ein junger, blonder Spieler mit der Rückennnummer 28 auf dem Platz. Ich habe das Spiel für das Löwen-Webradio live kommentiert. Biero hat auf der linken offensiven Seite rotzfrech aufgespielt und war seitdem aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Er hat dann eine tolle Karriere hingelegt, leider war er zu oft verletzt, sonst wären sicher noch einige Bundesliga- und Länderspiele mehr dazu gekommen. 1860 kann sehr froh sein, dass er sich mit so viel Herzblut für den Klub engagiert. Ansonsten kenne ich ja noch Sebastian Weber und Joachim Mentel sehr gut, die beide bei mir in der Pressestelle gearbeitet haben. Viele andere sind ja auch noch da.

Wie schätzen Sie die Münchner Löwen in dieser Saison ein, was ist mit der Mischung aus ehemaligen Profis um Jan Mauersberger, Sascha Mölders, Timo Gebhart und den vielen Talenten drin?

Robert Hettich: Sechzig hat eine sehr gute Mischung im Kader, mit erfahrenen Spielern und hoffnungsvollen Talenten. Sie werden sicher souverän Meister, und dann müssen sie in den Playoffs nochmal alle Kräfte mobilisieren, um den Aufstieg zu schaffen. Das werden sehr enge Spiele, da kommt es auch auf die Tagesform an. Ich bin überzeugt, dass Biero und seine Mannschaft das hinbekommen.

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