Guillermo Vallori Kolumne Teil 6 / über Moniz Fröhling und von Ahlen

Gui über Ricardo Moniz: Als Ricardo Moniz den Verein verlassen musste und sich verabschieden wollte kam Er in die Kabine und wünschte uns alles Gute für die Zukunft. Er kam zu mir und sagte mir in English: “Hey Gui, lass Dich nicht provozieren vom Verein.” Ich war in diesem Moment perplex und habe mich gefragt was Herr Moniz damit meinte? Als ich darüber nachdachte war dann klar worauf Er hinaus wollte, denn der Verein wollte nicht das ich nach meinem Muskelfaserriss nochmals spielen werde (dann kam Markus von Ahlen).

Gui über Markus von Ahlen: Als von Ahlen kam hatte er mir das neue System erklärt, dass man von hinten raus jetzt spielen will. Wir brauchen 3 Spieler zum Spielaufbau und Du bist der langsamste und wir wollen aber modernen Fussball spielen. Er hatte mir das selbe erzählt was Gerhard Poschner damals schon gesagt hatte (Du hast keine Chance – Kolumne Teil 5) und ich war erstmal raus ohne eine Chance das ich in der nächsten Zeit für 1860 auflaufen werde. Die nächsten Spiele sind negativ verlaufen für den Verein, aber ich hatte mir vorgenommen mich zurückzukämpfen. Dann kam das Spiel gegen VfL Bochum und ich habe dann in der Kabine erfahren das ich im Kader bin. Es war eine große Überraschung für mich! In der Vorbespruchung auf das Spiel sagte Markus von Ahlen: Gui wir wissen was Du kannst und ich glaube an Dich.” Das ist die große Sch…. am Fussball! Manchmal bist Du der Held und dann bist Du von heute auf morgen der große Verlierer. Manchmal verfluche ich den Fussball für diese Situationen die ich erlebt habe in meiner Karriere und wünschte mir es wäre loyaler manchmal zugegangen.

Gui über den Rauswurf von Markus von Ahlen: Nach dem unentschieden gegen den zukünftigen Aufsteiger Darmstadt wurde Markus von Ahlen dann entlassen und warum? Er hatte nur ein einzigstes mal seinen Kopf durchgesetzt und sein System gespielt was als Trainer doch legitim ist. Alle im Verein waren sauer weil er nicht das machte was Ihm vorgeschrieben wurde. So habe ich den Rauswurf gesehen damals. Das ist meine Meinung.

Gui über Thorsten Fröhling: Er wusste wie man Fussball spielt. Für Ihn war wichtig einfach zu spielen und kämpfen, kämpfen, kämpfen. Das war seine Regel denn ohne Kampf gewinnst Du kein Spiel. Wir konnten mit Thorsten Fröhling sehr viele Punkte holen. Das allererste was er nach seinem Antritt gemacht hatte war, die drei Spanier auszusortieren (Sanchez,Bedia und Rodri). Es war doch so, dass diese Spieler keine Lust hatten auf 1860 und wie konnten Sie am schnellsten wieder den Verein verlassen? Indem Sie schlechte Leistung bringen und mitwirken am womöglichen Abstieg. Thorsten Fröhling hatte das sehr schnell erkannt deswegen war seine Entscheidung die Richtige!

Gui über den Kampf in dieser Saison: Wir hatten jedes Spiel gekämpft und dann kam das Spiel gegen Nürnberg. Es ist ein unvergessenes Spiel mit so viel Emotionen. Es war eines der schönsten Spiele für mich in meiner Karriere das wir 2:1 gewannen. Doch dann kam Karlsruhe und das war das totale Chaos. Man kann es mit Worten nicht beschreiben, aber es war als wären wir geteilt in zwei Gruppen. Die eine Gruppe wollte die Klasse halten und die anderen so kam es mir vor wollten das wir absteigen. Wir verloren das Spiel und am Ende ging es in die Relegation.

Gui über das Relegationsspiel: Mein Gott ich war auf Krücken und als das Tor fiel in der letzten Sekunde da habe ich gedacht ich bekomme einen Herzinfarkt. Am nächsten Tag musste ich dann die zweite OP wegen meiner Verletzung durchziehen da die Entzündung größer geworden ist. Der Arzt sagte es war nicht optimal das ich mit Krücken im Stadion war, aber ich wollte unbedingt dabei sein. Ich würde es wieder so tun.

Fanfragen:

Lion: Kannst du dir vorstellen, mal bei 1860 in anderer Form tätig zu sein (Sportdirektor, Scout, Coach)?
Gui: Es ist ein großer Traum zurück zu 1860 zu kommen irgendwann mal, allerdings wäre es eine Entscheidung die ich nicht alleine treffen würde, sondern mit meiner Familie.

Lion: Wirst du mal ein Spiel im Grünwalder Stadion besuchen?
Gui: Ja sicher! Mein Problem ist das ich jedes Wochenende ein Spiel habe. Wir haben keine spielfreien Wochenenden, aber ich werde sicher ein Spiel besuchen wenn die Zeit vorhanden ist.

Lion: War 1860 der Verein, mit dem du dich in deiner Karriere am meisten identifizieren konntest?
Gui: Ich war auch bei Grashoppers Zürich und dort war es auch eine schöne Zeit. Bei den Löwen wurde ich sehr gut aufgenommen damals. Als ich mein erstes Spiel für 1860 bestritten hatte da wusste ich das die Löwen mein Verein sind. Man kann sagen bei 1860 München habe ich mich wie zu Hause gefühlt.

 

 

 

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