Es geht auch ohne Investor

Diesen Satz hat in ähnlicher Form Ulla Hoppen auf der Mitgliederversammlung des TSV 1860 München laut und öffentlich ausgesprochen. In diesem Zusammenhang reichte sie den Antrag auf Kündigung des Vertrages mit Investor Hasan Ismaik beim Präsidium ein.

Eine große Feierstunde für alle wahren Löwenfans. Doch an Kritik mangelte es auch nicht. Trotz der Schande die uns dieser Mensch aus Jordanien angetan hat, haben einige immer noch bedenken, ob es denn wirklich ohne Investor geht. Hat Ulla Hoppen also unrecht mit dieser Feststellung? Die Antwort ist ganz klar: NEIN!! Es geht wirklich ohne Investor. Mit den Fans im Rücken und den Kämpfern auf dem Platz kann man alles schaffen. Geld? Ja ohne das geht es nicht im Profifußball. Aber ist es nicht möglich, bei einem der bedeutendsten Traditionsvereine Deutschlands gute und zahlungskräftige Sponsoren zu gewinnen? Auch hier gibt es eine klare Antwort: DOCH!! Auch das ist möglich. Somit wird der Investor überflüssig und seine Gier nach Macht ist mehr denn je unbegründet, denn sportliche Ahnung von der Materie und von 1860 hat dieser ja nicht gerade.

Das stimmt nicht? Ob es Beispiele dafür gibt wo so etwas funktioniert? JA!! Unzählige Beispiele kann man hier aufzählen! Doch ein Beispiel ist besonders beeindruckend: Austria Salzburg. Der Verein war finanziell sehr klamm und man war froh, dass sich Red Bull als Sponsor finanziell beteiligen wollte. Ein Salzburger Unternehmen fördert den dortigen Bundesligaclub – besser geht es doch nicht oder? Weit gefehlt! Schon bald wurde klar, dass Red Bull nicht ansatzweise die Absicht hatte, die Austria zu fördern. Ganz im Gegenteil: Red Bull wollte mit den Spielrechten des violetten Traditionsvereins einen neuen Verein in der 1. Liga Österreichs auflaufen lassen. Heute ist der Club unter “FC Red Bull Salzburg” bekannt. Die Austria sollte sterben. Vergangenheit auslöschen. Doch das spielten die aktiven Fans nicht mit. Kurzerhand gründeten sie ihre große Liebe neu und spielten sich aus der letzten Liga bis in die 2. Bundesliga hoch. Man baute ein eigenes Stadion und konnte sich auf gesunde wirtschaftliche Beine stellen dank den Fans und regionaler Sponsoren. Die Parallelen zu 1860 sind erstaunlich: Auch die Salzburger fuhren mit tausenden Fans in Dörfer um die Mannschaft vor Ort zu unterstützen etc.

Unter folgendem Link findet ihr die ganze Geschichte auf YouTube:

Ähnlich lief es in Leipzig. Die ehemalige BSG Chemie Leipzig wurde nach der Wende zum FC Sachsen Leipzig. Der Vorstand handelte bis zum Schluss immer öfter gegen den Willen der Fans mit dem Gipfel, dass in Erwägung gezogen wurde, die Jugendabteilungen mit RB Leipzig zusammenzuführen.

Auch die stolzen Sachsen machten dies nicht mit, man spaltete sich vom FC Sachsen ab und gründete die BSG Chemie neu. Was ist das Ergebnis? Die BSG spielt aktuell in der Regionalliga und der ehemalige FC Sachsen ist nach Insolvenz in den Niederungen der Kreisligen versunken. Zufall? Nein! Die Fans müssen sagen wo es lang geht und der Verein muss die Identität hegen und pflegen und nicht die eigene Seele verkaufen.

Fazit: Wir können es auch ohne Investor!! Lasst uns nochmal ganz von vorne anfangen. Die Fans gemeinsam mit echten Löwen auf dem Platz. Regionale Sponsoren die 60 leben und lieben wären sofort dabei. Es geht! Wir müssen es nur wagen. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt. Wir sind eh schon so weit unten. Auf geht´s!!

Einmal Löwe, immer Löwe!

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