Drei Punkte gegen Aalen – Stimmen zum Spiel und Bericht

Der offizielle Spielbericht zum 2:1 Sieg gegen VfR Aalen vom TSV 1860 München

Die Löwen besiegen den VfR Aalen und holen drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Bis zur 84. Minute lagen die Sechzger durch den Treffer von Luca Schnellbacher mit 0:1 zurück (48.). Dann trafen in einer begesterten Schlussphase Daniel Wein (84.) und Prince Owusu (88.) zum Sieg.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Heimspiel gegen Aalen verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Kreuzbandriss), Benjamin Kindsvater, Marius Willsch (beide Trainingsrückstand), Noel Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss) und Hendrik Bonmann (Fußverletztung) verzichten. Herbert Paul fehlt aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre. Nicht im 18er-Kader standen diesmal Christian Köppel, Semi Belkahia, Kristian Böhnlein, Romuald Lacazette und Leon Klassen. Im Vergleich zum letzten Ligaspiel gegen Uerdingen gab es zwei Veränderungen in der Startelf: Eric Weeger ersetzte den gesperrten Paul, Markus Ziereis stürmte an Stelle von Prince Owusu.

STIMMEN Bierofka: „Ich habe den gleichen Charakter wie letztes Jahr gesehen.“

Spielverlauf: Die Löwen machten gleich vom Anpfiff weg Druck und nach einer Kopfballverlängerung von Sascha Mölders hatten sie die erste Chance. Markus Ziereis köpfte aus sieben Metern aufs Tor, Daniel Bernhardt wischte die Kugel über die Latte (2.). Mölders war es, der die anschließende Ecke durch Phillipp Steinhart per Kopf über den Querbalken beförderte (3.). Nach einer Steinhart-Ecke von links kam Efkan Bekiroglu im Rückraum aus 20 Meter zum Abschluss, die schwer zu verarbeitende Direktabnahme ging aber deutlich links am Tor vorbei (4.). Drei Minuten später konnte sich Stefan Lex auf der rechten Seite durchsetzen, seine Hereingabe von der Grundlinie fand aber keinen Abnehmer im Zentrum (7.). Ein Drehschuss aus 16 Metern von Mölders wurde in der 12. Minute sichere Beute von Bernhardt im VfR-Kasten. Fast eine Viertelstunde dauerte es, bis Aalen erstmals gefährlich vorm 1860-Tor auftauchte. Der Schuss von Patrick Funk aus 21 Metern landete aber deutlich neben dem rechten Pfosten im Aus (14.). In der 23. Minute überflankte Sascha Traut von rechts die Löwen-Abwehr, Luca Schnellbacher nahm die Kugel im Rücken von Eric Weeger aus spitzem Winkel direkt, zielte nur knapp über die Latte. Auch die nächste gute Möglichkeit gehörte den Gästen. Petar Sliskovic kam nach einer Flanke von Schnellbacher zum Abschluss, scheiterte mit der Direktabnahme aus zehn Metern am glänzend reagierenden Marco Hiller (34.). Zwei Minuten später zog Stephan Andrist halbrechts im Strafraum ab, doch der Schuss des Schweizers kam zu zentral auf Hiller, der parierte (37.). Auf der anderen Seite war es Lex, der aus einem Gewühl heraus halbrechts aus neun Metern zum Abschluss kam, Bernhardt lenkte jedoch die Kugel mit einem Reflex über den Querbalken (39.). Die anschließende Ecke verlängerte Simon Lorenz am ersten Pfosten mit dem Kopf aufs Tor, wieder war der VfR-Keeper zur Stelle, kratzte den Ball von der Linie (40.). So blieb es torlos zur Pause.

Keine zweieinhalb Minuten waren in der 2. Halbzeit gespielt, da lag der Ball im Löwen-Tor. Marvin Büyüksakarya hatte aus dem linken Halbfeld an den rechten Pfosten geflankt, wo Schnellbacher sträflich frei stand und aus sieben Metern die Kugel zur Gästeführung unter die Latte hämmerte (48.). Ein Schlenzer von Efkan Bekiroglu aus 15 Metern machte in der 53. Minute Bernhardt mit einer tollen Flugeinlage zu Nichte. Eine Ecke von rechts durch Daniel Wein köpfte der heranstürmende Lorenz aus acht Metern übers lange Eck (57.). Wenig später schob Mölders nach einer geschickten Körperdrehung eine Hereingabe von Karger aus elf Metern am rechten Pfosten vorbei (58.). In der 69. Minute lag der Ball im Aalener Tor. Karger hatte den Pfosten getroffen, Mölders netzte den Abpraller ein, doch der Löwen-Torjäger stand zuvor im Abseits. Kein Treffer! Die Gäste verteidigten zeitweise mit einer Siebener-Kette, standen wie eine Handball-Mannschaft vorm Strafraum. Eine Hereingabe von links durch Steinhart schoss Lex am kurzen Eck vorbei (80.). Vier Minuten später der Ausgleich. Karger hatte von links geflankt, Bernhardt faustete die Kugel weg, Wein nahm sie an der Strafraumgrenze direkt. Torben Rehfeldt lenkte den Schuss unhaltbar für Bernhardt zum 1:1 ins eigene Tor ab. Vier Minuten später sogar der Siegtreffer. Mölders legte auf Prince Owusu ab, die Aalener spielten auf Abseits. Doch es war maximal gleiche Höhe. Die Leihgabe aus Bielefeld schob die Kugel aus kurzer Distanz freistehend zum 2:1 in die Maschen. In der Nachspielzeit hatte Royal-Dominique Fennell nochmals eine Chance zum Ausgleich, doch sein Schuss strich knapp am langen Pfosten vorbei. Kurz danach pfiff Schiedsrichter Tim Skorczyk die Partie ab.

STENOGRAMM, 24. Spieltag, 18.02.2019, 19 Uhr

1860 München – VfR Aalen 2:1 (0:0)

1860: 1 Hiller (Tor) – 2 Weeger, 4 Weber, 32 Lorenz, 36 Steinhart –17 Wein, 20 Bekiroglu – 7 Lex, 24 Ziereis, 18 Karger – 9 Mölders.
Ersatz: 30 Hipper (Tor) – 6 Mauersberger, 13 Owusu, 14 Dressel, 19 Abruscia, 22 Berzel, 31 Koussou.

VfR: 1 Bernhardt (Tor) – 13 Schoppenhauer, 16 Geyer, 33 Rehfeldt – 17 Traut, 18 Funk, 6 Fennell, 14 Büyüksakarya – 37 Andrist, 25 Sliskovic, 24 Schnellbacher.
Ersatz: 22 Husic (Tor) – 2 Ristl, 4 Letard, 7 Trianni, 8 Lämmel, 10 Morys, 29 Papadopoulos.

Wechsel: Osuwu für Ziereis (63.), Berzel für Weeger (63.), Mauersberger für Bekiroglu (83.) – Morys für Andrist (71.), Ristl für Schnellbacher (81.), Trianni für Funk (89.).

Tore: 0:1 Schnellbacher (48.), 1:1 Wein (84.), 2:1 Owusu (88.).
Gelbe Karten: Wein, Mölders –.
Zuschauer: 14.100 im Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: Tim Skorczyk (Salzgitter); Assistenten: Fabian Porsch (Hamburg), André Schönheit (Kirchgellersen).

Bilderserie TSV 1860 München gegen den VfR Aalen

Text: tsv1860.de

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