Dominik Stahl: Sechzig ist für mich abgeschlossen

Dominik Stahl

München – Dominik Stahl im Interview mit der Abendzeitung über seine Zeit beim TSV 1860 München und bei der Spvgg Unterhaching. Ausserdem: Wie sieht Dominik Stahl Investor Hasan Ismaik.

Der KFC dürfte ein Kontrahent um den Aufstieg sein.
Uerdingen ist eine komplett neu zusammengestellte Mannschaft, hat aber gute Spieler verpflichtet und kann, mit dem Investor dahinter, Geld ausgeben.

Sie meinen Geldgeber Michail Ponomarew. Das Investorenmodell ist in Fußball-Deutschland umstritten. Sie sind nicht nur Profi, sondern auch Fußballfan – wie stehen Sie dazu?
Jeder Verein muss sich entscheiden, wie konkurrenzfähig er bleiben will. Gerade in der Dritten Liga, in der es nicht viele TV-Gelder gibt, muss man sich Strategien überlegen. Ich habe es bei Sechzig hautnahe mitbekommen: Damals war der Investor (Hasan Ismaik, d. Red.) die Rettung, um den Profifußball am Leben zu erhalten. Dass ein Mensch, der viel Geld investiert, mitreden will, ist auch klar. Wenn das aber nicht klar abgesteckt ist, kann das zu Problemen führen. Es ist ein Trend, der sich nicht aufhalten lässt. Das Ziel muss aber sein, als Verein das letzte Wort zu haben.

Sie haben einmal im AZ-Interview gesagt, Sechzig habe seine Werte verkauft.
Es war eine schwierige Zeit. Aus allen Herren Länder wurden Spieler verpflichtet. In der Geschäftsstelle, der Kabine, wurde kein Deutsch mehr gesprochen. Das hatte nichts mehr mit Giesing und Sechzig zu tun, nichts mehr mit dem, was die Fans verinnerlichen wollen. Aber die Zeiten sind ja zum Glück vorbei.

An welchem Klub hängen Sie denn mehr: den Löwen oder Haching?
Ich war lange bei Sechzig und es wird immer ein Teil von mir bleiben. Ich hänge aber absolut an Haching, nach den turbulenten Jahren war die erste Saison hier richtig heilsam (lacht). Ich schaue nicht mehr zurück, Sechzig ist für mich abgeschlossen.

Das komplette Interview findet Ihr hier

Holen sich die Löwen einen Stürmer aus der zweiten Liga?

 

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