DFL muss sich an Polizeikosten beteiligen

Überwachung

Das Oberverwaltungsgericht Bremen hat am heute folgendes entschieden: Die DFL wird künftig Teile der Kosten für Polizeieinsätze bei Bundesligaspielen übernehmen müssen.

Das Bundesland Bremen hatte seine Gebührenrechnungen für Einsätze bei den Hochrisikospielen an die Deutsche Fußballliga geschickt und eine Erstattung der Kosten durch die DFL gefordert. Es entstand ein juristischer Streit. Im Revisionsverfahren folgte das Oberverwaltungsgericht  der Argumentation des Bundeslandes Bremen.

Polizeikosten – 2 Millionen Euro

Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass Fußballspiele auch deshalb finanziell erfolgreich seien, weil die Polizei die Sicherheit garantiere. Die DFL hatte zuvor argumentiert, dass das Gewaltmonopol über die Polizei beim Staat liege und der Staat deshalb auch die Kosten übernehmen müsse. Bei dem Verfahren geht es um Rechnungen in Höhe von über zwei Millionen Euro. Bleibt es bei dem Urteil so wird der SVW einen Teil der Kosten mit übernehmen müssen. Das berichtet zumindest onefootball.com. Die DFL hat die Möglichkeit ein Revisionsverfahren einzuleiten. Die nächste Instanz wäre dann das Bundesverwaltungsgericht. Vermutlich wird die DFL diese Möglichkeit in Anspruch nehmen. Das aktuell Urteil könnte bereits jetzt weitreichende Folgen für den deutschen Fußball haben. Schließlich könnten andere Bundesländer dem Bremer Beispiel folgen und den Klubs die Polizei-Einsätze in Rechnung stellen.

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