45 Mio. Euro für die 3. Liga – 1860 und Unterhaching einig

Unterhaching

Die Kritik an den schlechten Verdienstmöglichkeiten in der dritten Liga wird größer. In den letzten vierzehn Monaten mussten vier Drittligisten Insolvenz anmelden. Der TSV 1860 München und die Spielvereinigung Unterhaching haben dabei die gleiche Meinung.

“Die 3. Liga bräuchte ca. drei Prozent der von der DFL ausgehandelten 1,5 Milliarden Euro für die TV-Vermarktung”, sagt Haching-Coach Claus Schromm gegenüber der Abendzeitung.

“Das sollte dem deutschen Fußball diese höchst attraktive Dritte Liga wert sein. Unter diesen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnte aus unserer Sicht das System auf einmal gesunden.”

Weiter sagt Schromm: “Jeder Drittligist könnte in Ruhe wirtschaftlich stabil werden. Somit wäre der Aufstieg nicht mehr die einzige Möglichkeit, aus dem kranken System herauszukommen. Dann wäre die 3. Liga für viele Vereine eine echte Heimat.”.

Auch Sportdirektor Günther Gorenzel äußerte sich zu der Thematik: “Das würde die Vereine finanziell entlasten, da man das Gehaltsgefüge nach unten drücken könnte.” Die Kluft zwischen der zweiten Liga und der dritten sind massiv. In der zweiten erhalten Klubs zehn Millionen Euro garantierte TV-Einnahmen. In der dritten Liga grade so eine Million. Gerechtigkeit sieht anders aus.

TSV 1860 verhandelt wegen Adriano Grimaldi

  1. Es gibt keine Gerechtigkeit in dem Gewerbe. Gerechtigkeit ist immer nur das Ergebnis gewonnener sozialer/politischer Kämpfe. Wenn sich die Vereine in der 3. Liga organisieren, die Fans mitnehmen und gemeinsam Forderungen stellen, dann verändert sich auch was. Zur Not mit 30.000 Demonstranten vor der DFB-Zentrale in Frankfurt.




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