Stimoniaris überheblich im Interview – ist das der richtige Weg?

München – Saki Stimoniaris hat der Abendzeitung ein Interview gegen und wie wir finden sehr dick aufgetragen. Ein paar Passagen aus dem Interview haben wir für Euch hier im Beitrag. Das komplette Interview findet Ihr im Link weiter unten.

Stimoniaris, der bessere Präsident? “Ich weiß, dass ich mit Abstand der bessere Präsident sein werde”, meinte der MAN-Betriebsratschef: “Ich kann es viel besser. Viel, viel besser.” Der aktuelle Kurs “führe zu nichts”. Der 47-Jährige kritisierte eine “Nehmer-Mentalität ohne Respekt”. Doch: Für seinen Kurs der Annäherung an den umstrittenen Mehrheitseigner Hasan Ismaik gibt es wenige Unterstützer. Der Verwaltungsrat als Kontrollorgan ist durchweg Investor-skeptisch. Und ob sich das bisherige Präsidium angesichts solcher Aussagen umstimmen ließe? “Da könnten sich ja der Hans Sitzeberger, der Heinz Schmidt oder der Robert Reisinger um den Breitensport kümmern.”

Stimoniaris, der Ismaik-Flüsterer? Er wirbt offensiv für Ismaik. “Vor dieser Saison habe ich zwei Millionen Euro besorgt bei Hasan für zehn Spieler”, erklärte er. Und sagt: “Wir hätten auch im Winter den Kader gerne verstärkt, wenn der Trainer das gewollt hätte. Wenn wir dürfen, werden wir die Wünsche unseres Trainers erfüllen. Aber nicht nach der Pfeife des Vereins, sondern nach unseren Vorstellungen.” Kritischen Fragen zum Investor weicht er indes aus. Etwa der, dass Ismaik zuletzt zu spät versprochenes Geld überwies. Und der KGaA nun eine Strafe durch den DFB bevorsteht. Das Geld sei “aus unserer Sicht rechtzeitig” eingegangen, sagte Stimoniaris. Ob der DFB das auch so sieht?

Den kompletten Beitrag findet Ihr in der Abendzeitung.

Wir von 1860-news.de sparen uns hier einen Kommentar. Wer die ersten zwei Absätze liest kann sich denken was wir davon halten. Allerdings haben wir die Antwort von unserem Reinhard Friedl für Euch

Reinhard Friedl: Natürlich ist das Interview, das Stimoniaris der Süddeutschen Zeitung gab ein Armutszeugnis für einen Mann, der sich befähigt sieht, Präsident von einem Verein mit 23.000 Mitgliedern zu werden. Aber eines ist mir jetzt klar geworden, obwohl es ja eigentlich bekannt war, dass wenn Hasan Ismaik seine Firma “sponsern” soll und eine Million dafür auf den Tisch legt, nur 800.000 € bei der KGaA ankommen. 200.000 € gehen dann an Infront, die ja die Vermarktungsrechte und die Rechte für Sponsorensuche von HAM International gekauft hatten. Da verstehe ich tatsächlich Hasan Ismaik (obwohl ich nicht zu seinen Jüngern zähle), dass er andere Wege sucht. Hier wären Genußscheine tatsächlich eine gute Möglichkeit. Denn Genußscheine haben keine einheitliche Regelungen. Jeder Genußschein wird individuell vereinbahrt. Dies ist ja auch schon bei den bisherigen Genußscheinen der Fall. Genußscheine können sogar am Verlust beteiligt werden, was meines Wissens sogar bei einigen der bisherigen Genußscheine der Fall sein dürfte. Dies kann zumindest aus der Gewinn und Verlustrechnung des Abschlusses per 30.6.2017 gefolgert werden. Von daher müssten sich meines Erachtens beide Seiten der Gesellschafter flexibel zeigen, Genußscheinkonditionen auszuhandeln, mit denen beide Seiten gut leben können und die KGaA Gelder generieren kann, ohne dass zuviel davon an andere gezahlt werden muss.