Daniel Bierofka über einen Abschied vom TSV 1860 München

München – In der Abendzeitung spricht Daniel Bierofka über einen möglichen Abgang und wie es momentan in Ihm aussieht.

Letzte Woche haben Sie erklärt, selbst über einen Abschied nachzudenken.
Ich will mir jetzt die Zeit nehmen, um alles analytisch und ohne Emotionen aufzuarbeiten. Dafür brauchst du ein, zwei Wochen. Du musst zur Ruhe kommen. Unter der Saison hast du Dauerstress. Jetzt kann ich mir überlegen: Was hast du für Möglichkeiten? Welche Perspektive hast du hier? Ich brauche Zeit, das Ganze sacken zu lassen.

Den Spruch “Einmal Löwe, immer Löwe” würden Sie momentan nicht unterschreiben?
Ich unterschreibe ihn dahingehend, dass ich im Herzen immer ein Löwe bleiben werde. Mein Opa war hier Mitglied. Mein Vater hat seine Fußspuren hier hinterlassen. Ich bin schon lange dabei. Nächstes Jahr wären es 15 Jahre. Meine Kleine rennt dauernd mit dem Sechzger-Trikot durch das Haus.

“Immer Löwe” gilt aber nicht unbedingt aus Ihrer Warte für den Trainerjob?
Dasselbe könnte man den Verein ja auch fragen. Ich habe es schon öfter gesagt: Ich sehe mich als temporäre Person, die hier versucht, mit maximaler Energie das Bestmögliche für den Verein herauszuholen. Werner Lorant hat das in seiner Zeit geschafft, aber der ist nach zehn Jahren auch entlassen worden. Ich gehe mal davon aus, dass ich in 20 Jahren nicht mehr hier sitzen werde. Trotzdem wird mich das Virus nie loslassen. Einfach wegen dem, was Sechzig auszeichnet. Wenn man sieht, was in der Regionalliga los war. Andere Vereine wären tot gewesen. Sechzig ist wieder aufgestanden.

Das komplette Interview findet Ihr hier in der Abendzeitung

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